Grüße aus der Auszeit

Gerade liege ich hier, Kaffee in der Hand, kein Wecker für morgen. Das tut gut. Richtig gut.

Weil ich mir diese Pause bewusst nehme. Nicht trotz allem, sondern genau deshalb.

Wir hören ja ständig, dass wir funktionieren müssen. Dass wir immer da sein müssen, erreichbar, produktiv, belastbar. Besonders wenn die Welt so laut ist. Besonders wenn so viel auf dem Spiel steht.

Aber mal ehrlich: Erschöpfte Menschen verändern nichts.

Pause ist keine Kapitulation. Sondern die Voraussetzung dafür, dass wir langfristig weitermachen können – solidarisch, klar, bei Kräften. Jede*r von uns verdient das. Die alleinerziehende Kassiererin genauso wie die Pflegekraft im Nachtdienst. Die Aktivistin im Streik wie die Freund*in, die gerade einfach nicht mehr kann. Und wenn jemand mit dicken Konto rumheult, dass wir uns doch mehr anstrengen sollen? Ignorieren. Die müssen nicht in unserem Körper leben.

Und weil ich weiß, dass viele von euch auch so ein kleines Rebell*innen-Stück auf ihrer Jacke oder Tasche tragen wollen: Die „Patches gegen Rechts“ sind in Produktion. Sie kommen sehr bald wieder in den Shop. Mehr sag ich jetzt nicht – außer: Es lohnt sich, vorbeizuschauen.

Ansonsten: Macht Pause, wenn ihr sie braucht. Ernsthaft.

Kein schlechtes Gewissen. Kein „müsste eigentlich“.

Ihr seid wertvoll – nicht nur, wenn ihr Leistung bringt.

Bis bald, meine Lieben!